managementportal.de

Das neue
Portal

managementportal.de

HOME

SUCHE PUBLIKATIONEN

 

ENGL. PORTAL

BLOG

 RMP GMBH

IMPRESSUM

SITEMAP

  

Businessplan: Wie gründe ich ein Unternehmen?

 

Am Anfang einer jeden Unternehmensgründung sollte unbedingt ein sorgfältig ausgearbeiteter Businessplan stehen, im dem Sie Ihre Geschäftsidee umfassend und vor allem überzeugend darstellen. Ohne Businessplan sind Kreditverhandlungen mit Geldgebern heute zum Scheitern verurteilt. Wir zeigen Ihnen, worauf es ankommt:

 

Businessplan: Ein unverzichtbares Muss

Äußere Form bei Erstellen des Businessplans beachten

Das gehört in einen Businessplan

Wer den Gründern beim Start zur Seite steht

 

 

Businessplan: Ein unverzichtbares Muss

Ein exakt angelegter Businessplan ist das Sprungbrett, das Ihrem Start-up den Sprung ins Wirtschaftsleben

 

 wesentlich erleichtert. Er zwingt Sie dazu, alle Aspekte Ihres Vorhabens genau zu überprüfen. Damit haben Sie die Chance, das Ganze rechtzeitig und ohne größere Verluste umzuplanen oder gar abzublasen. Bevor Sie also wesentliche wirtschaftliche Verpflichtungen eingehen, gibt Ihnen ein solcher Plan ein ziemlich klares Bild der konkreten Auswirkungen Ihrer Absichten:

·         Hat Ihr Vorhaben überhaupt realistische Erfolgschancen

·         Den Gründungsprozess effizient vorzubereiten und durchzuführen

·         Den weiteren Geschäftsverlauf erfolgreich zu steuern und zu kontrollieren

·         Die Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu minimieren und im besten Fall auszuschalten

·         Den Kapitalbedarf Ihres Projekts exakt zu bestimmen

·         Kreditgebern und Investoren eine klare Vorstellung Ihres Unternehmens zu vermitteln, anhand derer sie über die Tragfähigkeit und Finanzierbarkeit des Konzepts entscheiden können

 

 

Tipp

Ihr Businessplan sollte die Geschäftsidee umfassend und überzeugend darstellen. Halten Sie dieses Ziel beim Verfassen immer im Auge. Schreiben Sie den Plan auf die Erwartung des jeweiligen Adressaten hin.

 

 

 

Äußere Form bei Erstellen des Businessplans beachten

Gewisse äußere Formen sollten Sie beim Erstellen des Businessplans unbedingt beachten:

·         Kurz fassen: Planen Sie 20 bis 25 Seiten plus Anhang ein. Technische Details, Konstruktionspläne etc. gehören - wenn unerlässlich - nur in den Anhang. Zeigen Sie neben Chancen auch Risiken auf.

·         Verständlich formulieren: Die Leser von Businessplänen sind oft technische Laien. Vermeiden Sie deshalb Fachchinesisch.

·         Ansprechendes Layout: Ohne PC, Textsoftware und einen guten Drucker kommen Sie nicht aus. Übertrieben aufwendige Gestaltung, etwa farbige Abbildungen auf Hochglanzpapier, ist dagegen überflüssig.

·         Professioneller Einband: Mit Büroklammer zusammengehaltene Blätter machen wenig Eindruck. Copy-Shops binden Ihren Businessplan fachmännisch und für wenig Geld.

 

 

 

Das gehört in einen Businessplan

Inhaltlich sollte Ihr Businessplan wie folgt aufgebaut sein:

1. Zusammenfassung:

Die Zusammenfassung des Geschäftskonzepts (maximal zwei Seiten) steht am Anfang des Businessplans. Inhalt:

·         Idee und Geschäftszweck

·         Unternehmensphilosophie

·         wesentliche Unternehmensziele

·         Vorteile gegenüber Wettbewerbern

·         Vorteile und Nutzen für Kunden

·         Angaben zum Markt

·         Unternehmensorganisation incl. Ist-Zustand

·         Absatzstrategie

·         Plandaten wie Umsatz

·         Gewinn und Kosten

·         benötigtes Kapital. Achtung: Wer in diesem Punkt nicht überzeugt, hat meistens schon verloren.

 

 

2. Qualifikation der Gründer:

Welche Ausbildung haben Sie und Ihre Partner absolviert? Wie umfassend sind Ihre Management- und Branchenerfahrungen? Haben Sie Zusatzausbildungen, die Sie besonders qualifizieren?

 

 

3. Rechtsform:

Vor der Entscheidung sollten Sie unbedingt Ihren Steuerberater oder Rechtsanwalt konsultieren

 

 

4. Standort:

Hier wollen die Leser des Plans u.a. erfahren, ob der geplante Firmensitz für Lieferanten und Kunden gut zu erreichen ist. Achtung: Wer von Anfang an in besonders teuren Räumen residieren will, ohne dass die Zielgruppe diesen Aufwand erfordert, kassiert Minuspunkte. Oft helfen IHK und Handwerkskammern bei der Suche nach geeigneten Plätzen.

 

 

5. Geplante Investitionen:

Stellen Sie in diesem Element Ihres Businessplans dar, welche Investitionen Ihr Projekt erfordert. Falls keine nötig sind, verzichten Sie auf diesen Punkt.

Kosten sind niemals Investitionen - auch nicht, wenn sie noch so hoch sind. Es kommt durchaus vor, dass zwar keine Investitionen, aber sechsstellige Beträge an Kosten anfallen. Stellen Sie diese Aufwendungen in Ihren Kostenplänen (im Finanzplan) dar.

 

Listen Sie hier auf, was Sie anschaffen wollen: Benennen Sie Art der Investition, Qualität, Kapazität, Nutzungsdauer, Preis, Lieferant, Lieferfristen und andere Konditionen.

 

Entscheiden Sie, ab wann Sie das Wirtschaftsgut tatsächlich brauchen. Bauen Sie keine teuren Kapazitäten auf, solange Sie nicht wissen, wie die Geschäftsentwicklung tatsächlich verläuft.

 

Prüfen Sie, ob gebrauchte Maschinen oder Anlagen einsetzbar sind. Berücksichtigen Sie dabei Wirkungsgrad und Qualitätsaspekte. Fragen Sie sich, ob Sie nicht zur Technikverliebtheit neigen und eine Ausstattung vorsehen, die für den geplanten Einsatz überdimensioniert ist.

 

 

6. Markt- und Standortanalyse:

Nehmen Sie sich für diesen Teil Ihres Businessplans ausreichend Zeit. Es zahlt sich für Sie aus, denn Sie erfahren nicht nur alles Wesentliche über Ihren Markt und seine Teilnehmer, sondern Sie lernen auch, auf welche Weise und von wem welche Informationen schnell zu beschaffen sind. Untersuchen Sie vor allem folgende Positionen: Zielgruppen, Beschaffung, Absatzmärkte, Kaufkraftaspekte, Konkurrenzanalyse. Übernehmen Sie nur die wichtigsten Ergebnisse Ihrer Analyse in das Konzept. Beispielrechnungen, Grundrisse, Fotos und Befragungsraster fügen Sie bei Bedarf der Anlage Ihres Businessplans bei.

 

 

7. Personalplanung:

Wie soll sich der Mitarbeiterstand entwickeln? Welche Qualifikationen müssen diese Leute

mitbringen? Wo wollen Sie die benötigten Mitarbeiter rekrutieren?

 

 

8. Finanzplanung:

Erarbeiten Sie für Ihr Projekt einen umfassenden Finanzplan für mindestens drei Jahre. Sie können auch über fünf Jahre planen; dann reicht für die letzten beiden Jahre ein gröberes Zeitraster aus. Schreiben Sie Ihre Planung fort, sobald das Projekt begonnen hat, damit Sie Ihr Dokument mehr und mehr an die betriebliche Realität anpassen. So wird es zur nützlichen Entscheidungshilfe für Sie. Bedenken Sie, dass Planung stets ein gedanklich vorweggenommenes Resultat darstellt. Das heißt, mit jeder Planzahl, die Sie niederschreiben, treffen Sie eine unternehmerische Entscheidung. Damit ist jede Zahl in Ihrem Finanzplan programmatisch, also ein Ziel, das Sie anstreben.

 

Bestimmen Sie mit Hilfe Ihres Finanzplans auch, wie viel Kapital Sie für Ihr Projekt (Investitionen plus Kosten) tatsächlich brauchen. Das betrifft auch den Umfang eventuell ins Auge gefasster Fördergelder. Auch für Ihre Finanzierungsverhandlungen haben Sie dann alle Argumente parat. Das erspart Ihnen vage Behauptungen und spricht für Ihre ernsthafte Absicht, langfristig Erfolg zu haben. Dies ist stets auch im Sinne Ihres Finanzierungspartners.

 

 

9. Anlagen:

Platzieren Sie im letzten Teil Ihres Businessplans alle Unterlagen, die den Fluss Ihrer Argumentation im Konzept nur gehemmt hätten, aber zur Illustration und Begründung der von Ihnen getroffenen Aussagen sehr nützlich sind.

 

Gestalten Sie Ihren Anhang trotzdem sparsam im Umfang. Folgende Unterlagen finden Platz: Unternehmensprofil, Lagepläne, Grundrisse, Fotos und Skizzen, Produktbeschreibungen, Beispielrechnungen, Lebensläufe, Zeugnisse, Kundenanfragen, Bestätigungen für kommende Auftragserteilung, Gesellschaftsvertrag, Kauf- oder Mietverträge, Umfrageraster, Berechnungsgrundlagen, Zertifikate und Bescheinigungen.

[Top]    

 

 

 

Wer den Gründern beim Start zur Seite steht

·         IHK und Handwerkskammern: Diese Organisationen helfen kostenlos oder bieten Seminare zum Billigtarif an. Telefonische Anmeldung ist unbedingt erforderlich.

·         Gründerinitiativen: Viele Bundesländer fördern den Start in die Selbstständigkeit mit Rat und Tat. Informationen gibt es bei den zuständigen Wirtschaftsministerien.

·         Deutsche Ausgleichsbank (DtA, www.dta.de): Die Förderbank des Bundes berät und verschickt u.a. kostenloses Informationsmaterial.

·         Bundeswirtschaftsministerium (www.bmwi.de) Hier gibt es unter anderem eine komplette Übersicht über alle Fördermittel für den Start.

·         Wirtschaftsjunioren (www.wjd.de) und Bundesverband Junger Unternehmer (www.bju.de) Diese Organisationen helfen mit kostenlosen Broschüren und vermitteln Ratgeber aus ihren Kreisen.

 

 

Mit freundlicher Genehmigung des Verlag für die deutsche Wirtschaft AG

http://www.vnr.de/vnr/unternehmensgruendung/startup/praxistipp_00590.html

 

 

 

Anzeige