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Artikel - Management -  Selbstmanagement

 

 

Erfolgsfaktoren für Manager und Führungskräfte beim Aufstieg

von Oliver Recklies

Der heutige Managementalltag ist von teilweise paradoxen Entwicklungen bestimmt. Der Alltag im Unternehmen bewegt sich zwischen unterschiedlichen Extrempunkten hin und her – er variiert zwischen Konzentration und Diversifikation oder zwischen Lean Management und Unternehmenswachstum. Oft braucht Management einen steten Zufluss von neuen oder gegensätzlichen Denkansätzen, wie ein Baum Wasser zum Wachstum braucht. Oft erzeugt jeder Trend einen Gegentrend: Steigen die Zahlen von Fusionen auf immer neue Höhen, ist der nächste Trend die Scheidungswelle. Machen alle Outsourcing, ist bald wieder Insourcing in.

 

Diese Entwicklungen (oder auch nur ihre Möglichkeiten) stellen neue Anforderungen an die heutige Führungskraft. Grundsätzlich gilt, das nichts mehr Gültigkeit hat. Früher gaben Führungskräfte Anweisungen heraus und wussten auf vieles oder ggf. sogar alles eine Antwort. Wer die meisten Antworten kannte, stieg am schnellsten auf. Heute hingegen hat sich die Geschwindigkeit der Veränderungen erhöht und viele Sachverhalte sind komplexer geworden.

Führungskräfte müssen aufgrund dieser Entwicklungen versuchen, aus alten Denkmodellen auszubrechen. Sämtliche Annahmen müssen vollständig hinterfragt werden und strategische Tabuzonen zurückgedrängt werden.

 

Unternehmen brauchen quasi neue Führungskräfte und eine neue Mitarbeiterschaft. Susan Annunzio beschreibt unter dem Aspekt des Entwicklungspotentials von Unternehmen die Mitarbeiterschaft mit einer 20/60/20 Regel.

*   20 % der Mitarbeiter sind High-Performer, die aus Leidenschaft arbeiten. Sie setzen 80 % der Strategie eines Unternehmens um.

*   20 % der Mitarbeiter sind der sogenannte „Bodensatz“. Sie können den Veränderungen nicht folgen und versuchen den Status Quo des Unternehmens zu erhalten. Darunter können auch Vorstände oder ggf. sogar der Vorstandsvorsitzende sein.

*   Die anderen 60 % sind das Mittelfeld, das zwischen den beiden anderen Positionen schwankt.

 

Um das Unternehmen auf einen erfolgreichen Kurs zu bringen bzw. auf einem solchen zu halten, ist es notwendig, den Anteil des Bodensatzes zu verringern und einen Teil des Mittelfeldes zur High-Performern zu machen. Einfach ausgedrückt: Setzen Sie die kreativen Ideen der Mitarbeiter frei. Dann wird aus einem bisher ungeliebten Job ein interessanter, der zudem gar nicht mehr als solcher empfunden wird. Wenn Mitarbeiter ihr kreatives Potenzial verstärkt einbringen dürfen, sind sie meist viel engagierter, arbeiten besser, länger und effektiver.

 

 

Neue Anforderungen an Führungskräfte

Berufliche Qualifikationen reichen heute alleine nicht mehr aus, um im Unternehmen langfristig Erfolg zu haben. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein  - gepaart mit den unerlässlichen Eigenschaften Weitblick, Hartnäckigkeit und Ausdauer, aber auch Respekt und Integrität gegenüber Vorgesetzten, Untergebenen, Gleichgestellten und auch sich selbst - sind die kritischen Erfolgsfaktoren. Wer Führungskraft sein will, sollte nicht einfach mit einem grimmigen Pokerface geschäftig durch die Unternehmensgänge rennen, sondern darf auch durchaus menschliche Züge zeigen. Im Klartext: Eine potentielle Führungskraft behandelt jeden Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin höflich und zuvorkommend als Individuum und nicht nur als bloße Ressource von Human Capital.

 

Jeffrey Fox (Autor von „How to become a CEO“) hat dabei Regeln für den steilen Aufstieg aufgestellt. Nicht alle davon sind „Rocketscience“, aber dennoch könne viele der ambitionierten Führungskraft in dynamischen Umwelten helfen, bei optimalem Ressourceneinsatz seiner eigenen Arbeitskraft maximalen Erfolg zu erzielen und gleichzeitig sein Privatleben nicht abschreiben zu müssen. Gerade letzteres ist ein nicht zu unterschätzender Punkt. Nach einer Umfrage sind ca. 70 % der Führungskräfte mit ihren Beziehungen zufrieden – allerdings sind 50 % in Scheidungen bzw. Trennungen involviert. Die Freizeit und die Abende sollten sich Boss-Aspiranten für die Familie und ihre Hobbys reservieren.

 

 

41 Goldene Regeln für den Aufstieg

  1. Nehmen Sie immer den Job, der am besten bezahlt ist.
  2. Line-Jobs (hier: Führungsaufgaben) sind besser als Staff-Jobs (Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung).
  3. Erwarten Sie nicht, dass die Personalabteilung Ihre Karriere plant. Vor allem nicht in großen Unternehmen.
  4. Ohne Kunden kein Geschäft.
  5. Halten Sie Ihren Körper fit.
  6. Stärken Sie Ihre Persönlichkeit.
  7. Schreiben Sie kein fieses Memo.
  8. Denken Sie jeden Tag eine Stunde lang nach.
  9. Legen Sie ein Ideenbuch an und nutzen Sie es auch.
  10. Gehen Sie niemals mit Kollegen einen trinken.
  11. Rauchen Sie nicht.
  12. Gehen Sie Businesspartys aus dem Weg.
  13. Freitag ist Ihr Kommunikationstag.
  14. Gewinnen Sie die Mitarbeiter Ihrer Kollegen als Verbündete.
  15. Merken Sie sich alle Namen.
  16. Organisieren Sie Anerkennungstouren.
  17. Tun Sie immer mehr als der Durchschnitt.
  18. Arbeiten Sie eine Stunde mehr. (Kommen Sie eine Dreiviertelstunde früher und gehen Sie eine viertel Stunde später. Das ist pro Tag eine Stunde und damit 210 Stunden = 26 Tage p.a. )
  19. Nehmen Sie keine Arbeit mit nach Hause.
  20. Arbeiten Sie im Flieger, statt Krimis zu lesen.
  21. Pflegen Sie Ihre Kontakte.
  22. Schreiben Sie oft mit der Hand.
  23. Der Chef ist nicht Ihr bester Freund.
  24. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
  25. Machen Sie regelmäßig Urlaub.
  26. Schlagen Sie Ihrem Vorgesetzen keine Bitte ab.
  27. Kein Chef liebt Überraschungen.
  28. Ihr Chef sollte gut dastehen – und dessen Chef noch besser.
  29. Lassen Sie einen guten Chef keine Fehler machen.
  30. Hören Sie niemals auf zu lernen.
  31. Lesen Sie bestimmte Bücher.
  32. Kleider machen Leute.
  33. Menschen sind die beste Investition.
  34. Zahlen Sie Ihren Mitarbeitern lieber zu viel als zu wenig.
  35. Stop – erst mal hinschauen und zuhören.
  36.  Nur keine Panik... und keine Wutausbrüche.
  37. Reden Sie kein Fachchinesisch.
  38. „Überraschungsprämien“ wirken Wunder.
  39. Bitte gehen Sie mit jedermann höflich um.
  40. Sagen Sie „Bitte“ und „Danke“.
  41. Die Familie ist Ihr wichtigster Kunde

 

 

© Oliver Recklies, März 01

 

 

Literatur

Jeffrey J. Fox: So werde ich der Box. Die goldenen Regeln für den Aufstieg. Econ 1999, München

 

Peter Littmann: Oszillodox. Virtualisierung – Die permanente Neuerfindung der Organisation. Klett-Kotta 2000

 

Susan Annunzio: eLeadership. Proven Techniques for creating an environment of speed and flexibility in the digital age. Simon and Schuster 2001

 

 

 

  

 
 

 

 

 

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Copyright © 2007 Recklies Management Project GmbH
Stand: 13. Dezember 2014